Sonnenfeld

Hamburg Hafenrundfahrt

Wo sonst auf der Welt gibt es mitten in der Stadt einen See, größer als das Herzogtum Monaco, auf dem man sogar segeln kann? Wo gibt es so viele schöne Menschen, die hanseatisch nicht die Nase, sondern den Kopf hoch tragen?

Hamburg, meine Perle

In Hamburg natürlich. Hamburg ist die Welt aus Wasser, Wind und Barbourjacken, aus rotem Backstein und prunkvollen Willen, aus glitzernden Business-Tempeln und dem Geruch von Teer und Fisch. Hier gibt es viel Grün, viel Geld, viele Legenden, blaue Jungs und Hamburger Deerns auf der Reeperbahn nachts um halb eins, den Starclub der Beatles und die Erfüllung jeglicher Klischees zur derb-frivolen Seefahrer-Romantik.

Zumeist beim ersten Besuch. Da steht in Hamburg auch eine Hafenrundfahrt an. Mit einem dieser Kapitäne, die großartige Poser sind. Sämtliche Kapitäne bei Alster- und Hafenrundfahrten sind großartige Poser: Selbstdarsteller, deren größtes Glück es wäre, eine eigene Samstagabendshow zu bekommen.

Selbstdarsteller als Entertainer

Die Herren erzählen viel. Unterhaltsam ist es allemal. Wenn ganz flache Scherze wie: “Hier drin, meine Damen und Herren, werden die Bananen gebogen, damit sie besser in die Kisten passen” als unvermeidbares Beiwerk außer Acht gelassen werden, versorgen die Kapitäne auf der Hamburger Hafenrundfahrt alle Gäste mit besten Informationen.

An den Docks und den großen Pötten, der Hafencity mit der Elbphilharmonie, der historischen Speicherstadt und den Museumsschiffen Cap San Diego und Rickmer Rickmers vorbei wird das Hafenbecken inspiziert.

In Hamburg gewesen zu sein heißt auch, die Hafenrundfahrt erlebt zu haben. Na dann: “Moin, Moin”.
(dies ist kein vernuschelter Hamburger Morgengruß sondern die Verkürzung der alten Seemanssbegrüßung
“Moin Wind”, mit dem einem früher prall gefüllte Segel gewünscht wurden.)